Hinweise zur Güte der Badegewässer


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Zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten gehört nach wie vor das Baden und Schwimmen in natürlichen Gewässern, sowie auch in Schwimm- und Badebecken in öffentlichen Bädern.

Baden ist gesundheitsfördernd, kann aber auch mit einigen gesundheitlichen Risiken verbunden sein. Verschmutzungsquellen wurden in den letzten Jahren in Deutschland deutlich vermindert. Daher hat sich die Qualität der deutschen Badegewässer ständig verbessert.

Badegewässer, die Teil vom natürlichen Wasserkreislauf sind
Badegewässer sind, im Unterschied zu künstlich angelegten Schwimm- und Badebecken, Gewässer oder Teile davon, die am natürlichen Wasserkreislauf teilhaben – also Seen, Flüsse und die Küsten von Nord- und Ostsee.

Die Badegewässer in Deutschland sind besonders sauber. Im Europavergleich schneidet Deutschland mit seinen über 2.200 untersuchten Badegewässer besonders gut ab. 97,2 % der deutschen Binnengewässer an Flüssen und Seen (90 % EU-weit) erfüllen die europäische Qualitätsanforderungen. Das hat der EU-Badegewässerbericht für die Badesaison 2010 festgestellt.

An Binnenseen, wird in der Badesaison (15. Mai bis 15. September) regelmäßig die Qualität der Badegewässer kontrolliert. In den beiden Landkreisen Rosenheim und Traunstein werden Messungen an den Badeseen durch das jeweilige Gesundheitsamt durchgeführt und die Ergebnisse auf der Internetseite der Landratsämter veröffentlicht. Die Anzahl der Messstellen nimmt von Jahr zu Jahr zu.

Hier die beiden Links zu den veröffentlichten Listen, die lfd. auf neuesten Stand gehalten werden:

  • Die Liste der überprüften Badestellen im Landkreis Rosenheim befindet sich auf der Website des Landratsamtes
    im Ordner 'Service & Infos' und dort im Unterordner 'Qualität der Badeseen'.     zur Website
  • Die Liste mit den überwachten EU-Badegewässer an Seen/Badestellen im Landkreis Traunstein befindet sich ebenfalls auf der Website des Landratsamtes.     zur Liste
Die hygienische Güte der Badegewässer unterliegt gewissen Schwankungen und die Messungen stellen Momentaufnahmen dar. Aus der Bewertung des Ergebnisses einer einzelnen Probe/Untersuchung kann daher nicht auf die generelle hygienische Güte der Wasserqualität an einer Badestelle geschlossen werden.

Hier noch ein paar Tipps:
  • Nehmen Sie Informationen über die Qualität der Badegewässer oder den Zustand der Strände, insbesondere Badeverbotshinweise, ernst. Sie erhalten diese Informationen vor Ort, im Internet bzw. von den zuständigen Gesundheitsämtern.
  • Eine hohe Konzentration von Wasservögeln kann zu einer Verschmutzung von Badeseen durch Fäkalien führen. Vielerorts wachsen die Populationen durch das Füttern der Tiere rasant an. Unterlassen Sie daher das Füttern und helfen Sie dadurch mit, eine Gewässerverunreinigung zu vermeiden.
  • Besonders nach starken Regenfällen gelangen mit dem Oberflächenabfluss auch viele Schadstoffe in die Badegewässer. Vermeiden Sie daher gegebenenfalls das Baden nach Starkregenereignissen bis die natürliche Selbstreinigung eingesetzt hat.
  • Trübes Wasser muss nicht unbedingt ein Zeichen für eine schlechte Badegewässerqualität sein. Andererseits kann aber auch klares Wasser bakteriologisch belastet sein.
  • Baden in Flüssen ist aufgrund ihrer häufigen Funktion als Vorfluter (z.B. für gereinigte Abwässer und Oberflächengewässer) und damit einhergehender unterschiedlichen Belastungen mit Keimen und Schadstoffen generell problematisch.

Schwimm- und Badebeckenwasser in öffentlichen Bädern
"Schwimm- oder Badebeckenwasser in öffentlichen Bädern muß so beschaffen sein, dass durch seinen Gebrauch eine Schädigung der menschlichen Gesundheit, insbesondere durch Krankheitserreger, nicht zu besorgen ist", sagt der Gesetzestext. Für die Überwachung, Datenermittlung, Aufbereitung und Desinfektion ist der Betreiber der jeweiligen Anlage verantwortlich.

Während des Badens gelangen von den Besuchern körpereigene Verunreinigungen (Schweiß, Urin, Keime, Hautabschwemmungen) sowie andere Belastungsstoffe (Sonnenschutzmittel, Schmutzpartikel von Liegewiesen etc.) ins Badewasser. Also bitte vor dem Baden gründlich duschen!

In Abhängigkeit von Besucherzahlen und Witterungsverhältnissen unterliegt somit der jeweilige Belastungsgrad eines Freibades zum Teil großen Schwankungen. Durch einen normgerechten Aufbereitungskreislauf sind gesundheitliche Gefahren aber in der Regel nicht zu befürchten.

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